Über uns

WOHL ODER ÜBEL ist eine Iniative von Anwohner*innen in St. Pauli Mitte, die einen Plan für die künftige Nutzung der Gewerbeschule Werft & Hafen (G7) entwickeln. Die Schule soll 2018 nach Hammerbrook verlegt und dort mit der Gewerbeschule G6 zusammengelegt werden. Viele im Stadtteil und das Lehrerkollegium finden das bedauerlich, denn mit der Schließung verschwindet wieder ein Stück Geschichte aus St. Pauli: Die Schule am Paulinenplatz wurde seit 1870 betrieben. Aber der Umzug ist für die Schulbehörde beschlossene Sache. Was passiert nun mit dem Gebäude?

G7#2
Das Schulgebäude in der Wohlwillstr. 46

Seitens Politik und Verwaltung gab es in den letzten Jahren unterschiedliche Andeutungen, was mit dem Grundstück und dem Gelände passieren könnte. Anfangs war zu hören, es solle Wohnraum entstehen. Würde der “Hamburger Drittelmix” angewendet, wären ein Drittel der neuen Wohnungen Eigentumswohnungen, ein weiteres Drittel frei vermietbare – also teure – Wohnungen. Nur ein Drittel wären Sozialwohnungen. Andy Grote brachte als Bezirksamtsleiter Mitte 2014 Wohnraum für Flüchtlinge ins Gespräch. Eine Idee, die auch viele im Stadtteil richtig finden.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre mit der Planung von Grundstücken und Gebäuden sind die Bewohner*innen von St. Pauli jedoch skeptisch, ob Politik und Verwaltung im Sinne des Stadtteils planen. Zu oft wurde über die Köpfe der St. Paulianer*innen hinweg entschieden.

Die PlanBude für die Neubebauung des Esso-Häuser-Areals hat hingegen gezeigt, dass der Stadtteil sehr gut selbst einen Plan entwickeln kann. Denn die Bewohner*innen sind die Experten vor Ort und wissen am besten, woran es fehlt und was gebraucht wird. WOHL ODER ÜBEL will daran anknüpfen. Die Zukunft des Gewerbeschulgebäudes muss vom Stadtteil geplant werden!

WoÜ_12-09-2015_#1Die Initiative startete im Mai 2015 mit einer ersten Nachbarschaftsversammlung (einen sehr guten Bericht dazu gab es im St. Pauli-Blog). Drei weitere folgten seitdem. Arbeitsgruppen zu den Themen “Wohnen”, “Öffentliche Nutzung” und “Strategie” erarbeiten derzeit ein erstes grobes Konzept. Dazu läuft auch bis zum 29. Februar eine Umfrage in der Nachbarschaft. Die nächste Nachbarschaftsversammlung wird voraussichtlich im April stattfinden.

Wenn Ihr in der Nachbarschaft wohnt und mitmachen wollt, könnt Ihr

– Euch auf dem allgemeinen Verteiler eintragen (per mail an propagandhi (at) wohloderuebel.net)

Wohnzimmer_02-12-2015- zum wöchentlichen Stadtteilwohnzimmer jeden Mittwoch im Art Store, Wohlwillstraße 10, zwischen 19:00 und 21:30 kommen; vielleicht wollt ihr ja sogar

– in einer der Arbeitsgruppen mitarbeiten.

Wichtig: Es geht im Moment noch nicht darum, sich für eine Nutzung zu “bewerben”. Wir wollen zunächst festzurren, wieviel Quadratmeter in welchem Gebäudeteil überhaupt für eine bestimmte Nutzungsart zur Verfügung stehen sollten. Es gibt also auch keine “Warteliste”, auf der man sich eintragen kann. Entscheidend ist zurzeit, dass sich möglichst viele Bewohner*innen an der Planung beteiligen können, um das erste grobe Konzept zu entwickeln.

Falls Ihr weitere Fragen habt, schreibt an propagandhi (at) wohloderuebel.net oder kommt ins Stadtteilwohnzimmer am Mittwoch.

 

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