Lorna Johannsen liest – 19.2.2026

Jetzt Donnerstag, 19.2., nächste Lesung: Lorna Johannsen, Gewinnerin des St. Pauli-Literaturpreises, stellt ihren neuen Roman LE FEU ODER DER AUFBRUCH vor.

Das Buch ist Teil 3 der Telegrafenberg-Krimis, in denen das Wissenschaftsmilieu Ausgangspunkt der Kriminalfälle ist. Hier sind der queere Mathematiker Dr. Luzian Kelle und eine Gruppe sehr verschiedener Menschen verwickelt.

Schwarmintelligenz findet noch immer eine Lösung. Erkenntnisse der Klimafolgenforschung sind ebenso Teil der Krimis wie Aspekte queeren Lebens in Brandenburg und anderswo. Nicht jeder, der auftaucht, ist real, nobody is perfect, kein Grund für Keller, aufzugeben. Hilfe kommt von unerwarteter Seite, auch Killer haben Gefühle

.Im dritten Teil der Reihe arbeitet Luzian Keller zwar immer noch auf dem Telegrafenberg, aber ein Forschungsprojekt führt ihn bis nach Marseille, dort brennen im Umland nicht nur die Pinien. In Potsdam schlugen Keller Flammen des Hasses entgegen, schwul und aktiv zu sein ist inzwischen brandgefährlich. Keller ergreift seine Chance, von der Bildfläche zu verschwinden, raus aus der Gefahrenzone, und gerät an andere Brandherde als er erwartet.

Die Autor:innen:

Lorna Elijahu Johannsen, nonbinär, an der Elbe geboren, seit den neunziger Jahren mit Lebensmittelpunkt in Berlin, mit Spielbein in Wien, Wittstock und Marseille, hat die Drehbuchschreiberei erlernt und schreibt Romane, Krimis, Geschichten für Kinder und Lyrik. Hat auch einen Haufen Filme gemacht, seit 2015 die Reihe „Filme gegen Rechts“. Wenn es L.E. am Schreibtisch zu öde ist, entstehen Collagen, Frottagen, Acrylbilder, Installationen und andere Kunstaktionen.

Jobst Heitzig ist Mathematiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und forscht zur langfristigen Entwicklung von Natur und Gesellschaft, zu komplexen dynamischen Systemen, zu Möglichkeiten für kooperatives Handeln, und daran, wie man künstliche Intelligenz sicher machen kann.

Tür auf ab 20:00

LitLab #38: Bogdan Atanasoaie liest

Am Donnerstag, den 12. Februar wird uns Bogdan Atanasoaie besuchen, der gerne herumstrolcht und seine Beobachtungen über uns Menschen niederschreibt. Sein Text über die Nachbarschaft „Biotop St. Pauli“ hat der Jury des ersten St Pauli Literaturpreises so gut gefallen, dass er auf der Shortlist gelandet ist. Wir haben ihm bei der Preisverleihung gelauscht und wissen trotzdem nicht viel über diesen Autor. Außer dass er sich als Gauner mit dem technischen Austricksen der Schwerkraft beschäftigt. Wenn wir Glück haben, zeigt er uns vielleicht, wie das geht. Was wir Euch versprechen können ist: Bogdan wird uns im Februar aus seinem aktuellen literarischen Projekt NEBELTÄLER, Illusionen vorlesen. Er lädt uns dazu ein, mit der Hauptperson nach ihrem Namen zu suchen. Dabei müssen wir aufpassen, uns nicht zu verlieren. Wir werden doppelseitiges Klebeband austeilen, damit wir uns alle an unseren Stühlen, an der Bar und vielleicht sogar aneinander festkleben können. Tür auf um 20:00, Getränke gegen Spende und während der Lesung bitte nicht rauchen, erst danach 😉

Minilab – 28.1.2026

Am Donnerstag, 28.1., ist wieder Selbermachen angesagt.

Wir bedrucken T-Shirts und machen Buttons.

Für die T-Shirts gibt es schon einige fertige Motive, aber ihr könnt auch ein eigenes Motiv mitbringen, idealerweise schon als Vektorgrafik-Datei (Format SVG).

Wir haben ein paar wenige unbedruckte T-Shirts am Start, aber idealerweise bringt ihr bitte selbst welche mit.

Streitklub – 21.1.2026

Der Streitklub im Januar: Social-Media-Verbot unter 16 Jahren?

Mit Verboten tun wir uns schwer. Sie schränken uns ein und sie sind auch eine Art von Bevormundung. Schließlich wissen wir doch selbst ganz genau, was und wie viel von etwas uns gut tut. Gleichzeitig empfinden wir ein immer stärkeres Gefühl von Einsamkeit und weisen verstärkt depressive Symptome auf. Insbesondere bei Jugendlichen und Kindern zeichnet sich immer klarer ab, dass Social Media dabei einen großen Einfluss hat.

Als erstes Land weltweit zieht Australien daraus nun Konsequenzen und hat ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Sollten wir zum Schutz unserer Jugend auch ein solches Verbot in Betracht ziehen? Die Vor- und Nachteile davon wollen wir mit euch beim nächsten Streitklub am 21. Januar diskutieren – und zwar wie gehabt im WOHL ODER ÜBEL StadtteilWohnzimmer ab 20 Uhr.

Getränke gibt es vor Ort gegen eine kleine Spende für das WOHL ODER ÜBEL, Snacks bringen wir mit.

LitLab #37: Egbert Scheunemann liest

Im neuen Jahr begrüßen wir einen Autor, der das Politische kennt, das Philosophische durchdrungen hat – und sich literarisch am liebsten dort aufhält, wo Erinnerung, Sprache und leise Irritation zusammentreffen.

Egbert Scheunemann wurde 1958 in Ostberlin geboren, wuchs am Bodensee auf und landete ab 1978 zum Studium der Politologie und Philosophie in Hamburg. Dr. phil., Dipl. Pol., freier Politikwissenschaftler, Philosoph und Lektor und, wie er selbst sagt, aus einer kleinen Liebelei am Rande: Autor von Kurzgeschichten.

Doch unterschätzen sollte man diese „Liebelei“ nicht.

Denn in seinem Text geht es um nichts Geringeres als um Berlinerisch, um die Frage, was eigentlich ein echter Berliner ist, und um die Suche nach einer Heimatstadt – ohne so genau zu wissen, was Heimat überhaupt sein soll.
Es geht um Beobachtungen und Begegnungen, um Rückkehr und Fremdheit, um eine Stadt, die es so nicht mehr gibt, deren Echo aber vielen aus der Boomer- und Gen-X-Generation noch in den Knochen sitzt.

Über all das diskutieren wir, wenn Egbert seine Geschichte:

„Der Busfahrer und die dicke Frau“

bei uns vorstellt.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

Konzert: Sabine Metzger Sextett – 19.12.2025

Am Freitag, 19.12.2025, haben wir ab ca. 20:30 wieder das Sabine Metzger Sextett zu Gast! Sie gehörten zu den Bands, die schon im Gründungssalon im Januar 2017 gespielt haben. Darum geht’s bei ihrer Musik:

Sind Sie Ende 60 Anfang 70 geboren? Keine Angst, lesen Sie ruhig weiter, wir wollen Ihnen weder ein Hörgerät noch eine Gleitsichtbrille verkaufen. Auch wollen wir nicht wirklich groß übers Alter sprechen. Musik ist ja sowieso in jeder Hinsicht zeitlos. Sie hatten also vielleicht die Möglichkeit jahrzehntelang in Popperlen zu baden. Wenn die Retrodusche gerade aber wieder etwas her ist, dann nehmen Sie vielleicht einfach an einem Tag im April eine Dusche genregemixter Lieblingslieder vom Sabine Metzger Sextett. Von Shirley Ellis über Manne K. und Blondie bis zu den Sugar Babes. You’ll be fine.

Tür auf ab 20:00. Getränke wie immer gegen Spende.

Minilab – 18.12.2025

Was ist denn eigentlich ein MiniLab und was erwartet euch?

Das MiniLab ist ein Ort des kreativen Austauschs und ein offenes Angebot im Wohl-oder-übel-Salon auf St.Pauli.

  • Wir stellen eine Buttonmaschine mit Zubehör zur Verfügung.
  • Ihr könnt euch ein Motiv ausdrucken und direkt auf ein Shirt plotten (bitte bringt ein Shirt mit und idealerweise das Motiv auch schon als Vektorgrafik-Datei im Format SVG).
  • Wer stricken und/oder häkeln möchte, ist auch willkommen.

Einige von uns gehören zur FabLab-Bewegung und zur Maker:innenszene.
Wir möchten eine Gemeinschaft fördern, die Kreativität, Technik und DIY-Projekte zusammenbringt.

Getränke gibt es gegen Spende.
Es gibt eine Rollstuhlrampe, aber keine barrierefreien Toiletten.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Donnerstag, 18.12.2025, ab 19:00.

Wir freuen uns auf euch!

Das MiniLab Team

Streitklub – 17.12.2025

In Artikel 20 des Grundgesetzes: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. […] Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Ergibt sich daraus, dass ich mich auf die Straße kleben darf, wenn ganz offensichtlich politisch nicht genug getan wird, um den Klimawandel aufzuhalten? Sollte ich es sogar tun? Immerhin geht es um unser aller Fortbestehen auf diesem Globus!

Ein Blick in die Welt verrät, die Frage nach zivilem Ungehorsam drängt sich immer mehr auf: Autokratische und antidemokratische Entwicklungen machen sich breit. Und zwar nicht in Form einer gesellschaftlichen Randerscheinung. Immer mehr Länder werden von autokratischen Staatenlenker*innen (wobei das Gendern an dieser Stelle fast nicht notwendig ist) regiert. Jetzt ließe sich einwenden: Solange sie demokratisch gewählt sind, wird eben demokratisch der Wille der Bevölkerung umgesetzt. Gleichzeitig lehrt uns die Geschichte, dass sobald ein gewisser Grad an Autokratie verwirklicht ist, eine demokratische Vorwärtsrolle nicht mehr möglich ist. Außerdem: Werden während des Umbaus nicht schon so massiv Menschen- insbesondere Minderheitenrechte verletzt, dass es zur demokratischen Notwendigkeit wird, sich mit Mitteln des zivilen Ungehorsams dagegen zu wehren?

Wir wollen mit euch diskutieren wann ziviler Ungehorsam legitim ist! Welche Formen von zivilem Ungehorsam es gibt? Ist ziviler Ungehorsam nicht sogar unser grundgesetzlich verbrieftes Recht?

Mittwoch, 17.12.2025, ab 2025.