LitLab #36: Shortlist-Lesung und Preisverleihung des Goldenen Fischbrötchens


Liebe Freund:innen des LitLab,

manchmal entstehen die schönsten Dinge aus einer Laune, die eigentlich nur kurz vorbeisausen wollte. Genau so wurde unser St. Pauli Literaturpreis „Das Goldene Fischbrötchen“ geboren: Im Mai luden wir euch ein mitzumachen – und ihr habt´s ernst genommen. Ohne Werbung, nur über Insta & unsere Website flatterten uns so viele wunderbare Texte ins Haus.

Jetzt stehen wir da, mit einem Stapel Geschichten, der nach Hafenluft, Herzblut und wunderbar schiefen Lebensläufen riecht – wir könnten glücklicher nicht sein.

Am 11. Dezember 2025 wird der/die Siegerin des „Goldenen Fischbrötchens“ gekürt.

Es gibt eine Shortlist von vier Autor:innen, die am 11. Dezember ihre Kurzgeschichten vorlesen, bevor es zur Preisverleihung kommt:

Nina Lauterbach – „Klitzekleine Romantik“

Hamburger Deern mit Hang zur großen Geste.


Sie hat sich charmant durch ihr fast-Abi gewurschtelt, um vier Monate vor dem richtigen Abitur von der Schule zu fliegen.

Schauspielausbildung, Fernsehrollen, ein eigenes Theaterstück, eine eigene Talkshow, eine Band, die Interviewreihe DAMENGEDECK – und nun ihre allererste Kurzgeschichte.

Kirsten Rick – „Ein Esel auf St. Pauli“

1969 in Hamburg geboren und im Speckgürtel groß geworden, literarisch verewigt in ihren Romanen „Schlüsselfertig“ und „Tapetenwechsel“.

Seit den frühen 90ern verdient sie ihren Lebensunterhalt mit Schreiben. Als Reisejournalistin überwindet sie ihre innere Wegfahrsperre und landet an den entlegensten Orten, nachzulesen auf dem Blog freundinvonwelt.com.

Sie mag Esel, pflegeleichte Zimmerpflanzen und die Idee, dass man auf den Straßen von St. Pauli alles findet, was man braucht (nur nicht immer zur richtigen Zeit und im gewünschten Zustand).

Lorna Elijahu Johannsen – „Revenant“

Nonbinär, an der Elbe geboren, mit Hauptwohnsitz in Berlin und Spielbein in Wien, Wittstock und Marseille.
Lorna schreibt Drehbücher, Romane, Krimis, Kinderbücher, Lyrik – und hat zudem eine beeindruckende Spur an Filmen hinterlassen, unter anderem die seit 2015 laufende Reihe „Filme gegen Rechts“.
Wenn die Schreibtischwelt zu grau wird, entstehen Collagen, Frottagen, Acrylbilder, Installationen und andere Kunstaktionen.

Bogdan Atanasoaie – „Biotop St. Pauli“

„Ich schreib Texte. Witzig vielleicht, prätentiös ein bisschen, mit komischen Kommas und zweierlei Anwendung: zum Klarkommen und zum Vorlesen.“
Mehr muss man fast nicht sagen.
Bogdan schreibt so, wie man über den Kiez streift, wenn man weiß, wo die guten Ecken sind.

Kommt vorbei. Feiert mit uns. Lernt die Menschen kennen, die diese Texte in die Welt geworfen haben.
**Alle Shortlist-Autor:innen sind anwesend.**
The Authors are present!

Türen auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr
Eintritt frei, Getränke gegen Spende
Und wie immer: Während der Lesung bitte nicht rauchen.

Kommt vorbei und erlebt, wer das allererste Goldene Fischbrötchen mit nach Hause nimmt.

Wir freuen uns auf euch,
Helmut, Silke und das WOHL ODER ÜBEL

Minilab #1: antifascist t-shirt workshop – 27.11.2025

Am Donnerstag, den 27.11. ab 18.00 Uhr starten wir eine neue Reihe im WOHL-ODER-ÜBEL-Salon:

das MINILAB.

Erste Runde: 
the Antifascist T-Shirt Workshop!

Bringt Shirts mit. 
Wir plotten gemeinsam T-Shirt-Folie und bügeln sie auf die T-Shirts.

Und: Wir machen auch Buttons.
Bringt Ideen mit.

Welche Vorlagen müsst ihr mitbringen?

T-Shirts:
Slogans, also reinen Text, machen wir mit euch vor Ort. Wenn ihr Bildmotive habt: bitte maximal zweifarbig und als Vektorgrafik-Datei (Format SVG) mitbringen! 

Buttons:
Bild-Dateien (Format JPG, PNG) mitbringen. Macht die Motive nicht zu kompliziert, die Buttons haben einen Durchmesser von 2,3 cm

Wir freuen uns auf euch!
Das Minilab Team

Streitklub November 2025

LOVE, LOVE, LOVE! Die Liebe…Wir wollen sie alle und doch ist der Weg dahin so beschwerlich. Denn ohne Dating, keine Liebe. Wie die meisten Bereiche unseres Lebens hat sich das Dating in den letzten Jahren immer weiter in den digitalen Bereich verschoben. OK Cupid, Hinge, Bumble und Tinder versprechen nicht nur die große Liebe, sie bieten auch nie da gewesene Möglichkeiten an potentiellen Partner*innen, Liebschaften, Situationships oder wonach man auch immer auf der Suche ist. Aber was macht diese endlose Verfügbarkeit an möglichen Dates mit uns? Hält uns die Qual der Wahl womöglich zurück? Verlernen wir, uns im analogen Raum offen und respektvoll zu begegnen? Kurzum: IST ONLINE-DATING FLUCH ODER SEGEN?

Das wollen wir mit euch diskutieren. 19.11.2025 ab 20 Uhr.

Getränke gibt es vor Ort gegen eine kleine Spende für das Wohl oder Übel, Snacks bringen wir mit.

Discover the good in your neighbourhood – 5.12.2025

Liebe Nachbar:innen, liebes Viertel,

es ist wieder so weit: Am kommenden Freitag, den 5.12. heißt es ab 20:00 Uhr wieder „Discover the good in your neighbourhood“.

Schnacken, trinken, Musik hören. Carl But Poppy und The Golden Age kümmern sich um die richtigen Platten, Lore Hamburg um die richtigen Getränke.

Es wird auch wieder Vinyl zum Verschenken geben.

Außerdem eine kleine Überraschung, die wir in Kürze verraten.

Kommt vorbei – lernt neue Nachbar:innen kennen, bringt eure mit. St. Pauli braucht das gerade.

LitLab #35: Jarka Kubsova liest

Wann weiß man als Autorin, dass man es geschafft hat? Wenn der eigene Roman in der Bestseller-Liste nicht nur auftaucht, sondern bleibt? Wenn andere, etwa Theater, den erfolgreichen Stoff übernehmen möchten?

Beides zumindest ist unserem nächsten Gast gelungen: Jarka Kubsova.

Doch das nächste Buch ist angeblich immer das schwerste…

Die Journalistin und Autorin liest am 

13. November

aus ihrem Manuskript

     Vor einem dunklen Walde

im Literaturlabor im Wohl oder Übel. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu begutachten.

Worum geht es?

Wie in ihren Vorgängern „Bergland“ und „Marschlande“ um den Kampf von Frauen gegen Unrecht und Vergessen. Und um die sozialen und politischen Hintergründe tragischer Schicksale. Nach einem Südtiroler Tal und dem Flachland im Süden Hamburgs führt uns Kubsova nun in die Wälder Tschechiens.

Ihre Protagonistin Elli Hajek will die Wahrheit erkunden, die sich hinter einer uralten lokalen Legende verbirgt. Dabei stößt sie u. A. auf die Nationalikone Božena Němcová, die im 19. Jahrhundert frevelhafterweise auf tschechisch schrieb – etwa das Märchen, das wir heute als „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kennen.

Doch die Geschichte der Frau, die heute die 500-Kronen-Banknote ziert und sich bemühte, die eingrenzenden Konventionen ihres Jahrhunderts zu sprengen, führt Elli Hajek noch viel weiter zurück …

Zuhören also.
Neues entdecken.
Diskutieren.
Und feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr.
Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.
Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

LitLab 33: Gabriel Gerling liest

Es mag sich auftrumpfend anhören, aber was sollen wir machen? Wir starten im LitLab halt mit viel Sex und Sozialkritik aus der Sommerpause.

Der Autor Gabriel Gerling liest am 11. September aus seinem Manuskript

Was bisher geschah

im LitLab im WOHL ODER ÜBEL. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu untersuchen.

Der Titel „Was bisher geschah“ ist dabei absolut berechtigt. Denn Gabriel ist Mitglied im Club der dicken Bücher: Drei Bände hat er bereits über das Sextett um Julien geschrieben, einen Glückritter und preisgekrönten Gestalter, dem sich die Tore zur besseren Gesellschaft Hamburgs zu öffnen scheinen …

Um die 1.800 prallen Seiten umfasst die Trilogie aus „Julien Lemaire“, „So oder so – alles muss sich ändern“ und „Eine bessere Welt ist möglich“. Erzählt wird von sechs Menschen, aus sechs Perspektiven, mit sechs Stimmen, dialog- und temporeich. Und mit allem, was man so braucht: Drama und dokumentarische Härte, Phantasie und Pedanterie, Humor und himmelschreiende Ungerechtigkeit, Kitsch und Klamauk sowie, natürlich, Lust in all ihren Spielarten.

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern – so soll es sein am 11. September im WOHL ODER ÜBEL, Wohlwillstraße 10, St. Pauli.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Während der Lesung wird bitte nicht geraucht.