Streitclub – 21.2.2024

Am Mittwoch lädt der Streitclub wieder alle ein, die Lust auf Diskussionen haben und auch das Argumentieren üben wollen. Veranstaltet wird er immer am dritten Mittwoch im Monat von der Gruppe WGwarzuklein S.V.

Salon de Confluencia #9 – 22.2.2024

Confluencia, die neunte, nächsten Donnerstag, 22.2.: Es geht um die Fab City als Konzept für den sozial-ökologischen Umbau der Stadt.

Denn seien wir ehrlich: Viel hat die politische Linke zu wirtschaftlichen Fragen nicht mehr beizutragen. Die Globalisierung ist ungebrochen, eine Stadt wie Hamburg konsumiert Produkte, die sie nicht hergestellt hat, nicht einmal herstellen kann. Die werden irgendwo auf der Welt produziert, oft unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit einem hässlichen ökologischen Rucksack.

Das weltweite Netzwerk der Fab Cities, ca. 50 derzeit, will das ändern. Bis 2054 wollen sie ihre städtischen Ökonomien in klimaneutrale Kreislaufwirtschaften umwandeln, die auf dem Open-Source-Prinzp basieren und bei denen alle an der Herstellung teilhaben können. Hamburg ist dem Netzwerk 2019 beigetreten, dass sich 2014 aus der Bewegung der Fab Labs gegründet hat.
Niels Boeing (Mitgründer des Fab Lab Fabulous St. Pauli) stellt das Konzept vor.

Es wird Zeit, wieder über Ökonomie zu reden – jenseits der neoliberalen Globalisierung. Let’s reclaim production!

Wir freuen uns auf Euch!

Tür auf um 20:00, los geht’s um ca. 20:30. Wohlwillstr. 10, St. Pauli.

Was bedeutet Confluencia? Der Begriff stammt aus dem spanischen Munizipalismus und bedeutet „Zusammenfluss“. In der Confluencia schlossen sich 2014 in vielen spanischen Städten linke Gruppen, Bewegungen und Kleinparteien zusammen. Vielerorts mit Erfolg, als 2015 etliche Rathäuser gewonnen werden konnten. Auch wenn dieser Erfolg nicht überall von Dauer war, erscheint uns eine Confluencia jetzt wieder dringend geboten.

LitLab #18: Rebecca Spilker liest

Überglücklich geben wir die Geburt unseres nächsten LitLab bekannt. Rebecca Spilkers Roman-Baby erblickt nämlich das Licht der Welt!

Die Journalistin liest am 9. Februar (ausnahmsweise ein Freitag!) aus ihrem Manuskript

     DRANKOMMEN

im Literaturlabor im WOHL ODER ÜBEL. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu begutachten.

Es geht um Steffi, die auf die Fünfzig zugeht – und schwanger ist. Einst so etwas wie ein Szene-Star, scheint sie nun abgehängt: abgebrochene Berufsausbildungen, prekärer Kontostand, ausgedünnte Freundinnenschar, unglückliche On-Off-Beziehung mit einem verheirateten Anwalt. Doch das Baby ist ein Zeichen des Himmels: Sie, die esoterisches Geheimwissen zu besitzen glaubt, will es allen zeigen und ihr Kind ohne jede Hilfe allein zur Welt bringen. Was glaubt ihr: Siegt die weibliche Urkraft?

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

Bar de Confluencia: Kampagnenideen gesucht

Diesmal: weiter nachdenken über Kampagnen und Strategien gegen Rechts. Und ja, viele haben mit jeder Antwort darauf, was jetzt zu tun sei, zehn Millionen neue Fragen. Es gibt auch einen kurzen Bericht vom großen Bündnistreffen des Hamburger Bündnis gegen Rechts, auf dem die Kampagne „Klare Kante gegen Rechts“ gestartet wurde. Tür auf ab 20:00 – bitte nicht schon vorherkommen, wir haben alle noch unsere Tagesjobs.

Salon de Confluencia #8 – 18.1.2024

Viele Viele sind schockiert über die Deportationspläne, die das Recherchenetzwerk Correctiv offengelegt hat. Diese Pläne sind aber nur der vorläufige Höhepunkt des „Rechtsrucks“ (viel zu harmloser Ausdruck) auch in dieser Republik. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts plant eine breite Kampagne gegen diesen Wahnsinn. Unser Salon de Confluencia möchte am 18.1. (Donnerstag) im Vorfeld verschiedene aktionsorientierte Gruppen/Aktivist:innen zusammenbringen, um gemeinsam nachzudenken über eine Frage nachzudenken, die @didineunddaniel sehr richtig formuliert hat: „Wie starten wir eine Massenbewegung für Demokratie und Vielfalt?“

Im Februar 2025 ist Bürgerschaftswahl, und auch in Hamburg steht die AfD inzwischen bei mindestens 13 Prozent, nachdem sie 2020 fast die 5%-Hürde nicht genommen hätte.

Wir haben im November/Dezember in drei Runden ein wenig sortiert, was die linken Bewegungen in den ca. 13 Monaten, die noch verbleiben, hier in Hamburg anschieben und berücksichtigen sollten. Dies und andere Aktionsformate, die man gemeinsam angehen könnte, wollen wir am 18.1. diskutieren. Klar ist: Demos und Kundgebungen allein, so notwendig sie als spontane Reaktion auch sind, reichen nicht mehr.

Also: Wie starten wir eine Massenbewegung gegen rechts, für Demokratie und Vielfalt?

Beginn: 20:00.

Confluencia: Ausblick auf 2024

Wie kann es weitergehen 2024?

Was tun? Neben dem Status quo des Gewurstels der Bewegungsstränge tauchen in der Diskussion drei Optionen auf:

1. Die Bewegungen verbinden sich endlich, gewissermaßen als „Bewegung der Bewegungen“, bleiben aber wie bisher außerparlamentarisch.

2. Parlamentarisch werden #1: Die Bewegungen schließen sich der Links-Partei an, um eine Verbindung zwischen Straße und Parlamenten zu schaffen. Diese Option wird gerade in unterschiedlichen Szenen diskutiert, es gibt Aufrufe, in Die Linke einzutreten.

3. Parlamentarisch werden #2: inspiriert vom spanischen Munizipalismus 2014/2015 Wahlplattformen aufstellen, die „Keine Partei“ sind. Diese Idee war – nicht nur in Hamburg – bisher überhaupt nicht angesagt in den Bewegungen.

Was tun gegen rechts 2024?

1. Ausgrenzung. Die wurde lange betrieben und aufrecht erhalten, doch ist dieser Zug wohl abgefahren, wenn inzwischen selbst ein Höcke wie ein normaler Politiker in Talk Shows eingeladen wird.

2. Konfrontation, durchaus militant. Dies haben vor 1933 die Kommunisten versucht, erfolgreich waren sie damit nicht. In der Gegenwart verspricht diese Strategie wenig Erfolg, weil damit medial keine Punkte zu machen sind, siehe Prozess gegen Lina oder selbst die Klebeaktionen der Letzten Generation – sofort wird die Terrorismus-Keule im öffentlichen Diskurs ausgepackt.

3. „Rote Karte“. Sprich: die immer noch große Mehrheit, die von den Rechten angewidert ist, dazu bringen, ihre Ablehnung im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Das ist bislang nicht einmal versucht worden, so dass ein Gegenargument, das bringe nichts, meines Erachtens nicht stichhaltig ist, bis zum Beweis des Gegenteils.

4. Aufklärung. Dass die Rechten lügen und die Leute verarschen, hat sich bisher in der bürgerlichen Mitte nicht ausreichend herumgesprochen. Wie aber wäre eine solche Aufklärungskampagne zu gestalten? Mehr Artikel zum Thema versenden sich. Eine Idee ist, zumindest für einen Stadtstaat wie Hamburg, eine „Hauswurfsendung“. Eine Informations- und Aufklärungsschrift, die sämtlichen über 1 Mio. Haushalten in Hamburg postalisch zugestellt wird. Dafür wäre Geld nötig – ließe sich ein Mäzen finden, könnte das über Crowdfunding finanziert werden?

5. Eine parlamentarische Initiative (siehe oben, Punkte 2. und 3.) auf den Weg bringen, die eine gut erzählte, motivierende „Alternative für Alle“ vorstellt. Denn darum geht es ja schon: zu zeigen, dass die „Alternative für Deutschland“ eben nur eine für bestimmte Menschen ist, dass sie andere Menschen ausgrenzen, abschieben, mundtot machen, drangsalieren, kriminalisieren will (und in Zukunft womöglich noch anderes). Das könnte z.B. über eine konzertierte Ansetzung von Stadtteilversammlungen in Hamburg losgetreten werden.

6. Den Aufbau des Neuen mit (hyper)lokaler Basisarbeit voranbringen. Problem: der Zeitfaktor. Vergangene und gegenwärtige Beispiele zeigen, dass dies Jahre braucht, in Rojava etwa waren es die Jahre 2004 bis 2012. So viel Zeit dürften wir hier auf keinen Fall mehr haben.

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LitLab #17: Juliette Groß liest

Im ersten LitLab im neuen Jahr haben wir Juliette Groß zu Gast. Die Schauspielerin (als Ursula von der Leyen in Juli Zehs »Mutti«), Sprecherin (NDR Info) und Schriftstellerin (»Heute keine Kekse«) liest aus ihrem Manuskript

     Die Überheblichkeit der Vögel

im Literaturlabor im Wohl oder Übel. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu untersuchen.

Es geht um unsere Gesellschaft, in der wir uns so gern über andere erheben. 26 Protagonisten treten auf, liebenswerte Rechthaber und gefährliche. Es entsteht ein Kaleidoskop an Geschichten, die alle miteinander verwoben sind – tragisch und lustig und manchmal beides zusammen.

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr.
Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

In Erinnerung an Frank Egel – 15.12.2023

Mit einem lächelnden und einem weinenden Auge laden wir (Britta, Ingo, Nico, Dorothee und Niels) Euch alle zur Vernissage von „cAtCh oF THe dAy der St. Pauli Code“ ein. Das lächelnde Auge freut sich auf die großartigen Fotos von Frank „Franky“ Egel, die endlich wieder einmal in der Öffentlichkeit zu sehen sind. Das weinende Auge weiß, dass es keine neuen Fotos von Franky mehr geben wird. Lasst uns dennoch einen tollen Abend haben, zu Ehren von Franky. Die Ausstellung läuft bis zum 10. Januar 2024.

Tür auf am Freitag um 20:00 (nicht eher!).
Getränke gegen Spende.

LitLab #16: Timo Blunck liest

Vor kurzem veröffentlichte Timo Blunck einen Eintrag auf Facebook mit dem Hashtag »Wir schreiben, bis wir umfallen«. Was stimmt – aber dennoch falsch ist.

Was daran stimmt: Seit mehr als 40 Jahren komponiert Timo Blunck Songs für Bands wie Palais Schaumburg und die Zimmermänner sowie Filmmusiken, etwa für den »Tatort«, spielt Bass und mehr und schreibt Liedtexte wie »Der Winterschlaf ist vorbei« oder »Der zärtlichste Psychopath«. Und seit knapp zehn Jahren ist er auch als Autor und Romancier erfolgreich. Offensichtlich muss er immer etwas tun.

Falsch dagegen ist der womöglich entstandene Eindruck, es gäbe dabei so etwas wie einen Automatismus. Gerade in seinen Romanen wagt sich Timo Blunck stets in neue Gefilde.

So liest er am 14. Dezember aus seinem ersten Kriminalroman

MANEATER

im Literaturlabor im WOHL ODER ÜBEL. Und Ihr, das Publikum, seid herzlich eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk mit zu untersuchen.

Worum geht`s? Nach seinem autobiografisch geprägten Werk mit dem großartigen Titel »Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?« und »Der Optimistin«, einem komplett irren Ritt durchs 20. Jahrhundert, wird Euch nun die Geburt eines Thrillers um toxische Männlichkeit geboten sowie dem ein wenig aus dem Ruder laufenden Kampf dagegen. Dass das Ganze teilweise aus der Perspektive einer Straßenhündin erzählt wird und im Stadtteil Niendorf spielt, der sonst mit Einfamilienhäusern Naherholung und Überalterung assoziiert wird – nun, wie das alles lässig zusammen geht, Ihr könnt es erleben.

Dass das Ganze teilweise aus der Perspektive einer Straßenhündin erzählt wird und im Stadtteil Niendorf spielt, der sonst mit Einfamilienhäusern Naherholung und Überalterung assoziiert wird – nun, wie das alles lässig zusammen geht, Ihr könnt es erleben.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende. Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

Foto: Eliot Blunck.

Salon de Confluencia #7 – 7.12.2023

In den letzten 15 Jahren gab es weltweit viele emanzipatorische soziale Bewegungen, die gegen die herrschenden Verhältnisse angingen – gegen Rassismus, gegen Autokraten, für Demokratie, für Klimaschutz, für solidarische Städte, gegen viele andere Zumutungen des neoliberalen Zeitalters. Das Repertoire an Aktionsformen und Taktiken hat sich in dieser Zeit noch einmal erweitert.

Ende 2023 wird aber immer deutlicher, dass die x-te Demo/Parade und die y-te Kommunikationsguerilla-Aktion nur noch wenig bewirkt. Weil die Medien nicht mehr drauf anspringen? Weil die Leute keinen Kopf mehr haben, sich daran zu beteiligen? Weil die Politik es einfach aussitzt? Darüber sollten wir reden.

Am kommenden Donnerstag, den 7. Dezember 2023, möchten deshalb wir gemeinsam zum einen die Vielfalt der Aktionsformen sichten und zum anderen darüber nachdenken, was gut lief und warum, und was möglicherweise nicht mehr wiederholbar ist, weil die Umstände sich geändert haben. Ansonsten laufen die sozialen Bewegungen Gefahr, sich einen Aktions-Burnout zu holen, weil die Aktionen ins Leere laufen.

Auch dieses Mal wollen wir wieder mit Bildern arbeiten: Wenn ihr ein Bild von einer gewitzten, schlauen, beeindruckenden Aktion aus den letzten 15 Jahren habt oder findet, bringt es mit. Gerne aus aller Welt. Selbstverständlich auch aus Hamburg, Berlin, Paris, Barcelona und anderen europäischen Städten.

Wir freuen uns auf Euch!!!!

Tür auf um 20:00, los geht’s um ca. 20:30.
Wohlwillstr. 10, St. Pauli.

Was bedeutet Confluencia? Der Begriff stammt aus dem spanischen Munizipalismus und bedeutet „Zusammenfluss“. In der Confluencia schlossen sich 2014 in vielen spanischen Städten linke Gruppen, Bewegungen und Kleinparteien zusammen. Vielerorts mit Erfolg, als 2015 etliche Rathäuser gewonnen werden konnten. Auch wenn dieser Erfolg nicht überall von Dauer war, erscheint uns eine Confluencia jetzt wieder dringend geboten.