LitLab 33: Gabriel Gerling liest

Es mag sich auftrumpfend anhören, aber was sollen wir machen? Wir starten im LitLab halt mit viel Sex und Sozialkritik aus der Sommerpause.

Der Autor Gabriel Gerling liest am 11. September aus seinem Manuskript

Was bisher geschah

im LitLab im WOHL ODER ÜBEL. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu untersuchen.

Der Titel „Was bisher geschah“ ist dabei absolut berechtigt. Denn Gabriel ist Mitglied im Club der dicken Bücher: Drei Bände hat er bereits über das Sextett um Julien geschrieben, einen Glückritter und preisgekrönten Gestalter, dem sich die Tore zur besseren Gesellschaft Hamburgs zu öffnen scheinen …

Um die 1.800 prallen Seiten umfasst die Trilogie aus „Julien Lemaire“, „So oder so – alles muss sich ändern“ und „Eine bessere Welt ist möglich“. Erzählt wird von sechs Menschen, aus sechs Perspektiven, mit sechs Stimmen, dialog- und temporeich. Und mit allem, was man so braucht: Drama und dokumentarische Härte, Phantasie und Pedanterie, Humor und himmelschreiende Ungerechtigkeit, Kitsch und Klamauk sowie, natürlich, Lust in all ihren Spielarten.

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern – so soll es sein am 11. September im WOHL ODER ÜBEL, Wohlwillstraße 10, St. Pauli.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Während der Lesung wird bitte nicht geraucht.

LitLab #32: Christiane Bartelsen liest

Im Juni wird uns eine Autorin besuchen, die nicht nur Romane schreibt, sondern auch Comics und Graphic Novels ins Deutsche übersetzt.

Denn Christiane Bartelsen startete ihr Leben in Hamburg, aber schon mit zehn Jahren zog sie mit ihrer Mutter nach Frankreich und siedelte nach Beendigung der Schule erst nach Südengland und dann in die USA über.

In der Kinderhausszene Hamburgs sozialisiert, interessiert sich Christiane konsequent für linke Bewegungen. So übersetzte sie unter anderem die Graphic Novel „Beate und Serge Klarsfeld“ aus dem Französischen ins Deutsche.

Und so viel möchten wir an dieser Stelle verraten: Christiane arbeitete 2000 zwanzig Jahre lang in der Lizenzabteilung des Carlsen Verlags. Na… Klingelt da etwas? Das Jahr 2000… Carlsen Verlag? Harry Potter! Christiane Bartelsen managte als Jugendspund das ganze Bohei um diesen Zauberlehrling mit Nachnamen Potter, oder auf Deutsch: Töpfer.
Damit kommen wir zu Christianes eigenem, aktuellen Buchprojekt: „Die Gans auf der Töpferscheibe“, das sie in unserem Literaturlabor vorstellen wird.

Darum geht´s:

Kinderladen, Kommunistenküche und katholisches Internat – Was soll da aus einem werden? Am besten normal. Bis Luise ausrastet.

Statt einer bösen Stiefmutter begegnet uns ein schwacher Stiefvater: Claude, Töpfer und Choleriker. Als er stirbt macht sich die mittlerweile erwachsene Stieftochter Luise auf in die Normandie, um ihre trauernde Mutter Té zu unterstützen. Luise will sich der gemeinsamen, komplizierten Vergangenheit stellen, Té alle Erinnerungen mit einem Weichzeichner verklären. Ein Familienroman, oder Dramedy und das alles in einem Erinnerungskaleidoskop aus linken WGs, Demos und einer katholischen Schule. Das klingt nach einer wahren Gefühls-Achterbahn.

Seid dabei, am 12. Juni 2025.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.
Während der Lesung wird nicht geraucht!
Wir lassen nach der Lesung einen Hut für die Autorin rumgehen.

LitLab #31: Julia Gäbel liest

Unsere Autorin Julia Gäbel lebt in Hamburg und verdient ihre Miete am liebsten als Schriftstellerin, Texterin, Lektorin und Journalistin. Ihr Debutroman „Pitty Blues“ war so überzeugend, dass er 2010 Finalist für den Buchpreis Hirzen wurde.

In unserem Labor wird Julia ihr Manuskript

„GIMO“

vorstellen. Darum geht´s: In der Hafenstadt Harbour Falls landen Träume und stranden Hoffnungen. Sie alle zerschellen an der Realität, in der die Skrupellosen gewinnen. Gimo und seine Freunde stehen auf der anderen Seite, suchen ihr Glück und finden stattdessen das Mündel des dicksten Fisches der Stadt.

Im LitLab nimmt Julia Gäbel uns mit auf die Flucht dieses ungleichen Haufens durch die Eingeweide der Stadt, die nie eine sein sollte, auf einen Drink in die Bar des alten Lennarts in der Karkasse eines Walfängers, der nie seine Jungfernfahrt erlebte – immer auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schiff mit der Ladung, die Erfolg bedeutet, aber mit dem größten Schatz an ihrer Seite, ohne ihn zu erkennen.

Donnerstag 15. Mai 2025 WOHL ODER ÜBEL

Tür auf ab 20:00, los geht’s ca. 20:30.
Während der Lesung bitte nicht rauchen.
Getränke gegen Spende.
Wir lassen nach der Lesung einen Hut für die Autorin rumgehen.

LitLab #29: Silke Tobeler liest

Manchmal kann man die Schnauze schon vollhaben, oder? Möchte einfach abhauen, sich verziehen, nur weg. Eine Protagonistin hat die Autorin und LitLab-Kuratorin Silke Tobeler da geschaffen, die exakt das – auf eine Art – macht. Am 13. März liest sie aus ihrem neuen Roman

FUGUE

Schaut man jedoch etwas genauer hin, ist das Verschwinden von Sophie allerdings nicht mehr so leicht zu erklären, mitnichten pure Weltflucht. Denn was ist Fugue?

Das französische Wort für „Flucht“ trifft es ganz gut. Man kann es aber auch als Impulskontrollstörung bezeichnen, wie es die WHO macht.

Wie auch immer, Sophie ist plötzlich verschwunden. Und ihr Ehemann Johannes versteht nach zwanzig glücklichen Jahren die Welt nicht mehr. Also macht er sich auf die Suche. Sophie wiederum ist in Hamburg angekommen. Aber warum? Wer ist sie überhaupt? Und woher kommt diese seltsame Stimme, ihre offenbar einzige Hilfestellung, die zudem nur sie zu hören scheint.

Der Untertitel dieses psychologischen Spannungsromans lautet übrigens

Alles aus den Fugen.

Ihr seid herzlich eingeladen, daran mit zu forschen, das Chaos vielleicht gar zu bändigen.

Zuhören also, Neues entdecken, diskutieren, feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende. Während der Lesung wird bitte nicht geraucht.

LitLab #28: Ella Carina Werner liest

Wir freuen uns sehr, am 20. Februar, ausnahmsweise der dritte Donnerstag des Monats, Ella Carina Werner im LitLab zu haben. Sie liest aus

MENOPAUSE TURBOSAUSE

ihrem neuen Band mit Erzählungen.

Womit da genau zu rechnen ist, wissen wir natürlich nicht. Denn sie gehört zum Team der Vortragenden von »Dem Pöbel zur Freude«, einer Veranstaltung, die im Auftrag des Hamburger Senats antritt, ihr Publikum allmonatlich mit zwei Stunden Budenzauber zu sedieren. Sie ist Mit-Herausgeberin des Satire-Magazins »Titanic« und damit nach eigener Einschätzung die wichtigste Frau der Welt. Sie hat, auch dies ist in feiner Zurückhaltung formuliert, »Wolfgang Kubicki demontiert, die evangelische Kirche zertrümmert und am Ende ganz Finnland.«

Da fragen wir doch nicht nach, sondern sind einfach nur voller Vorfreude.

Zuhören also, Neues entdecken, diskutieren, feiern – so soll es auch am 20. Februar sein.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn so gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Während der Lesung wird bitte nicht geraucht.

LitLab #22: Brigitte Liebe liest

Was macht eine Rechtsanwältin? Sie leistet einer Seite im Streit juristischen Beistand. Was macht eine Mediatorin? Sie vermittelt zwischen zwei Parteien, um eine gemeinsame Vereinbarung zu erreichen. Und was macht jemand, der in beiden Welten daheim ist, in der Auseinandersetzung wie im Friedensschluss, eigentlich in seiner Freizeit?

Brigitte Liebe schreibt. Und liest.

Und zwar am 13. Juni aus ihrem Roman

     DAS BIN SIE

im Literaturlabor im Wohl oder Übel. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu begutachten.

Es geht um das große Thema der Erinnerung. Die, wir alle wissen das, trügerisch sein kann. In Russland gibt es dafür ein Sprichwort: Er lügt wie ein Augenzeuge.

Sieben Wochen in Berlin gibt sich Elke, Mitte Dreißig, Journalistin aus der fränkischen Provinz, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Kurz nach der Wende stromert sie durch die Stadt und begegnet den unterschiedlichsten Menschen: Katzenmüttern, Bettlern, Laiendichter*innen, einer frustrierten Architektin und dem Brandenburger Tormann.

Doch eigentlich ist sie hier, um ihrer eigenen Geschichte schreibend nachzuspüren: Ihrer Entwicklung vom braven Arbeiterkind zur intellektuellen Möchtegern-femme-fatale.

Zugleich, so sehr fordert sie sich, auch der Geschichte ihrer Familie, ihrer Eltern Martha und Georg und ihrer Tante Sophie – so wie sie gewesen sein könnte.

Elke reimt sie sich zusammen: Geschichten über Liebesglück und Eheelend, Nazis und Krieg, Flucht und Neubeginn nach 1945. »Das bin sie« ist also ein Roman, in dem Erinnerung und Erfindung zu etwas Neuem verschmelzen.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

LitLab #21: Alice Beyer liest

Wir dachten schon, dass wir ein buntes Leben führen würden, aber wenn man den Lebenslauf von Alice Beyer liest, dann sind wir doch wahre Waisenkinder. So viel sei erstmal nur verraten: Alice wuchs in den 80er Jahren zwischen Irland und Bayern auf (der Hintergrund dieser Geschichte sollte unbedingt in Buchform veröffentlicht werden) und hat so ziemlich jeden Job, von der Putzfrau im Discounter oder als Uhrenreparateurin bis hin zur Mediatorin, in ihrem Leben ausprobiert. Nur um in Hamburg schon seit über zwanzig Jahren zu ankern, Kulturhäuser zu retten und jeden Diary Slam zu gewinnen, an dem sie teilnimmt. Kein Wunder! Denn schon im zarten Alter von 16 Jahren, wurde ein Gedicht aus Alice’s Feder veröffentlicht.

Es ist uns eine große Ehre, dass Alice Beyer am 23.Mai aus ihrem Roman-Projekt: „KEVIN“ im LitLab vorliest. Alices Wunsch nach einer Romanveröffentlichung im Jahr 2024 wollen wir mit eurer Hilfe nachkommen und die Wirkung des Textes, in gewohnter Labor-Manier, reflektieren.

„KEVIN“ – darum geht´s:

Mit 23 Jahren hängt Kevin immer noch im Anfänger Level des Game of Life fest. Immer wieder begegnen ihm dort die selben Endgegner: Das prekäre Viertel an sich, seine Mutter oder das Jobcenter.

Beim Jobcenter trifft er die neue Case-Managerin. Eine ältere Frau mit unerfülltem Hundewunsch und Helfersyndrom. Sie unterbreitet Kevin ein Jobangebot, das alles in seinem Leben und vor allem seine Identität verändern wird.

Tür auf um 20:00.
Getränke gegen Spende.

LitLab #20: Kim Naemi Birtel liest

Das größte Übel der heutigen Jugend besteht darin, dass man nicht mehr dazugehört. Sagte Salvador Dalí, der vor Gram darüber gestorben ist. Fasst man sich aber mal selbst an die Nase, trifft das auch ein wenig auf das LitLab zu. Da haben Menschen gelesen, die waren deutlich älter als dreißig Jahre. Und – Gott, eigentlich unvorstellbar – noch älter. Das muss aufhören!

Deshalb haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut, KIM NAEMI BIRTEL zu umgarnen. Hat sogar geklappt. KIM NAEMI BIRTEL, Jahrgang 2003, liest am Donnerstag, 11. April aus

LIEBE JULES.

Kim Naemi Birtel studiert Psychologie in Groningen, ist begeisterte Surferin, klettert gern und probiert verschiedene literarische Formen aus. Auf Instagram etwa veröffentlicht sie Gedichte. Und kürzlich wurde eine ihrer Kurzgeschichten von der Thomas-Mann-Gesellschaft zu den zehn besten des vergangenen Jahres gekürt.

Im LitLab stellt sie sich nun dem Publikum mit einem Briefroman. Geschrieben hat diese Briefe Elena, eine junge Frau, die in einem Café arbeitet. In dieses Café stolpert bei einem Regenguss Jules, rothaarig und still. Elena richtet sich in ihren Briefen – die anfangs Liebesbriefe sind, allerdings auch zurückblicken – ausschließlich an Jules. Bisher blieben sie ohne Antwort.

Übrigens: Briefromane sind deutlich älter als alle, die je im LitLab gelesen haben. Seit fast tausend Jahren erfreut sich diese Form – Brief als generischer Begriff: Mail, SMS, Insta-Posts sind großzügig mitgemeint – großer Beliebtheit. Die Gründe liegen auf der Hand: Effektvoller und intimer als in einem normalen Roman wird Realität inszeniert, die Lesenden sind ganz dicht dran. Auf Stilregeln und Genre-Gesetze kann man auch pfeifen. Dafür darf sich mit jedem Brief alles ändern…

Zuhören also. Neues entdecken. Diskutieren. Feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

LitLab #18: Rebecca Spilker liest

Überglücklich geben wir die Geburt unseres nächsten LitLab bekannt. Rebecca Spilkers Roman-Baby erblickt nämlich das Licht der Welt!

Die Journalistin liest am 9. Februar (ausnahmsweise ein Freitag!) aus ihrem Manuskript

     DRANKOMMEN

im Literaturlabor im WOHL ODER ÜBEL. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu begutachten.

Es geht um Steffi, die auf die Fünfzig zugeht – und schwanger ist. Einst so etwas wie ein Szene-Star, scheint sie nun abgehängt: abgebrochene Berufsausbildungen, prekärer Kontostand, ausgedünnte Freundinnenschar, unglückliche On-Off-Beziehung mit einem verheirateten Anwalt. Doch das Baby ist ein Zeichen des Himmels: Sie, die esoterisches Geheimwissen zu besitzen glaubt, will es allen zeigen und ihr Kind ohne jede Hilfe allein zur Welt bringen. Was glaubt ihr: Siegt die weibliche Urkraft?

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

LitLab #17: Juliette Groß liest

Im ersten LitLab im neuen Jahr haben wir Juliette Groß zu Gast. Die Schauspielerin (als Ursula von der Leyen in Juli Zehs »Mutti«), Sprecherin (NDR Info) und Schriftstellerin (»Heute keine Kekse«) liest aus ihrem Manuskript

     Die Überheblichkeit der Vögel

im Literaturlabor im Wohl oder Übel. Und Ihr, das Publikum, seid eingeladen, dieses unveröffentlichte Werk zu untersuchen.

Es geht um unsere Gesellschaft, in der wir uns so gern über andere erheben. 26 Protagonisten treten auf, liebenswerte Rechthaber und gefährliche. Es entsteht ein Kaleidoskop an Geschichten, die alle miteinander verwoben sind – tragisch und lustig und manchmal beides zusammen.

Zuhören. Neues entdecken. Diskutieren. Und feiern.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr.
Freier Eintritt, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!