LitLab #42: Cenk Bekdemir liest

Cenk Bekdemir gehört mittlerweile zum Inner Circle des WOHL ODER ÜBEL. Gerade erst hat er den Flying Poetry-Abend im Rahmen der Nacht der Literatur organisiert, nun liest er im LitLab aus seinen Geschichten und Gedichten.

Cenk schaut genau hin: auf einen Kater namens Paul, auf eine Taube vor einer psychiatrischen Praxis oder auf das Gelbe im Weiß eines Auges. Und plötzlich geht es um viel mehr als um das, was wir zunächst sehen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten steht Cenk auf den unterschiedlichsten Bühnen – zunächst mit einer namenlosen Punkband, später als Poetry-Slammer, Musiker und Literaturveranstalter. Er schreibt Kurzgeschichten und Songs für sein Musikprojekt: Der Termin, singt im Sabine Metzger Sextett und engagiert sich im Vorstand des Kabinett der schönen Künste. Seine literarische Heimat liegt irgendwo zwischen genauer Beobachtung, trockenem Humor und auch ein wenig Melancholie.

Was seine Texte besonders macht, ist ihr Blick auf das Alltägliche. Aus einer Parkplatzsuche auf St. Pauli wird eine Geschichte über Zugehörigkeit. Und der prüfende Blick in den Spiegel führt zu Erinnerungen an Familie, Vergänglichkeit und die Frage, was wir eigentlich ein Leben lang mit uns herumtragen. Cenk schreibt unaufgeregt und klug – mit viel Raum für Zwischentöne und einem feinen Gespür für die Komik, die manchmal genau dort auftaucht, wo es eigentlich ernst wird.

An diesem Abend liest Cenk aus Kurztexten, die lange nachhallen und zeigen, wie viel Literatur in den kleinen Momenten des Lebens steckt.

Und wie immer gilt: Wir LitLab-Laborant*innen begegnen dem Text mit Neugier, Sorgfalt und Wohlwollen. Gemeinsam legen wir Schichten frei, stellen Fragen, entdecken Stärken und erleben Literatur im Entstehen.

Seid dabei!

Tür auf um 20:00. Getränke wie immer gegen Spende.

Wir freuen uns auf einen Autor, der genau hinschaut – und uns einlädt, es ihm gleichzutun!