Streitklub: Alkohol regulieren? 18.3.2026

Morgens, Mittags, Abends – ich will saufen!

Alkohol ist ohne Frage das beliebteste Rauschmittel in unseren Breitengeraden. Die Einsatzzwecke sind hierbei vielfältig: Ob in geselliger Runde am Wochenende, zur Einläutung des Feierabends oder zum ekstatischen Party machen – in all diesen Kontexten ist das gesellschaftliche Schmiermittel kaum wegzudenken. Der Staat verdient dabei kräftig mit und reguliert die Substanz Alkohol nur sehr spärlich. Im Jahr 2024 wurden knapp 200 Millionen Liter alkoholische Getränke versteuert, mit denen die Bundesrepublik Einnahmen in Höhe von etwa 2 Milliarden Euro generierte.

Im öffentlichen Diskurs sind negative, gesellschaftliche Effekte und gesundheitliche Schäden vielfach unterrepräsentiert. Es stellt sich daher die Frage: Sollte die Volksdroge Alkohol stärker reguliert werden? Können Verbote überhaupt der richtige Weg sein, um wirksame Gesundheitsprävention zu betreiben? Und: Sollte dem Staat ganz grundsätzlich die Rolle zukommen, Rauschmittel, die seine Bürger*innen konsumieren, zu regulieren?

Darüber wollen wir mit euch nächsten Mittwoch, den 18.03.2026 im WOHL ODER ÜBEL diskutieren! Kommt zahlreich, für alkoholhaltige und -freie Getränke ist gesorgt.

LitLab #39: Katharina Unteutsch liest

Am 12. März begrüßen wir im LitLab die Autorin Katharina Unteutsch – manchen von euch vielleicht bekannt durch ihre fünf Veröffentlichungen im legendären Hamburger Ziegel. Wer diesen literarischen Backstein kennt, weiß: Dort wird nur veröffentlicht, was sprachlich und erzählerisch herausragt.

Katharina studierte Germanistik und Anglistik in Hamburg und arbeitete  an verschiedenen Theatern in den Bereichen Kostüm und Requisite. Es folgten Tätigkeiten als Verlags- und freie Lektorin. Im Rahmen des Projekts „Embassy of Hope“ organisierte Katharina ehrenamtlich Konzerte und Ausstellungen mit Geflüchteten am Thalia Theater.

Das ist Katharina:

Nach einigen Jahren zwischen den Feldern Mittelhessens lebt sie heute wieder in Hamburg und arbeitet als Autorin sowie als Pädagogin mit Schwerpunkt Bildende Kunst und Theater.

Ihre Kurz- und Ultrakurzprosa erscheint regelmäßig in Anthologien und Wettbewerbsbänden. 2023 wurde sie mit dem Hamburger Literaturpreis (Erzählung) ausgezeichnet.

Ins LitLab bringt sie ihr aktuelles Manuskript „Woran wir glauben“ mit – Texte über jene unscheinbaren Augenblicke, in denen sich ganze Biografien verdichten.

Wie immer gilt: Wir LitLab-Laborant*innen begegnen dem Text mit Neugier, Sorgfalt und Wohlwollen, legen Schichten frei, stellen Fragen, entdecken Stärken  und erleben gemeinsam Literatur im Entstehen.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.
Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!

Wir freuen uns auf Euch!

Lorna Johannsen liest – 19.2.2026

Jetzt Donnerstag, 19.2., nächste Lesung: Lorna Johannsen, Gewinnerin des St. Pauli-Literaturpreises, stellt ihren neuen Roman LE FEU ODER DER AUFBRUCH vor.

Das Buch ist Teil 3 der Telegrafenberg-Krimis, in denen das Wissenschaftsmilieu Ausgangspunkt der Kriminalfälle ist. Hier sind der queere Mathematiker Dr. Luzian Kelle und eine Gruppe sehr verschiedener Menschen verwickelt.

Schwarmintelligenz findet noch immer eine Lösung. Erkenntnisse der Klimafolgenforschung sind ebenso Teil der Krimis wie Aspekte queeren Lebens in Brandenburg und anderswo. Nicht jeder, der auftaucht, ist real, nobody is perfect, kein Grund für Keller, aufzugeben. Hilfe kommt von unerwarteter Seite, auch Killer haben Gefühle

.Im dritten Teil der Reihe arbeitet Luzian Keller zwar immer noch auf dem Telegrafenberg, aber ein Forschungsprojekt führt ihn bis nach Marseille, dort brennen im Umland nicht nur die Pinien. In Potsdam schlugen Keller Flammen des Hasses entgegen, schwul und aktiv zu sein ist inzwischen brandgefährlich. Keller ergreift seine Chance, von der Bildfläche zu verschwinden, raus aus der Gefahrenzone, und gerät an andere Brandherde als er erwartet.

Die Autor:innen:

Lorna Elijahu Johannsen, nonbinär, an der Elbe geboren, seit den neunziger Jahren mit Lebensmittelpunkt in Berlin, mit Spielbein in Wien, Wittstock und Marseille, hat die Drehbuchschreiberei erlernt und schreibt Romane, Krimis, Geschichten für Kinder und Lyrik. Hat auch einen Haufen Filme gemacht, seit 2015 die Reihe „Filme gegen Rechts“. Wenn es L.E. am Schreibtisch zu öde ist, entstehen Collagen, Frottagen, Acrylbilder, Installationen und andere Kunstaktionen.

Jobst Heitzig ist Mathematiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und forscht zur langfristigen Entwicklung von Natur und Gesellschaft, zu komplexen dynamischen Systemen, zu Möglichkeiten für kooperatives Handeln, und daran, wie man künstliche Intelligenz sicher machen kann.

Tür auf ab 20:00

LitLab #38: Bogdan Atanasoaie liest

Am Donnerstag, den 12. Februar wird uns Bogdan Atanasoaie besuchen, der gerne herumstrolcht und seine Beobachtungen über uns Menschen niederschreibt. Sein Text über die Nachbarschaft „Biotop St. Pauli“ hat der Jury des ersten St Pauli Literaturpreises so gut gefallen, dass er auf der Shortlist gelandet ist. Wir haben ihm bei der Preisverleihung gelauscht und wissen trotzdem nicht viel über diesen Autor. Außer dass er sich als Gauner mit dem technischen Austricksen der Schwerkraft beschäftigt. Wenn wir Glück haben, zeigt er uns vielleicht, wie das geht. Was wir Euch versprechen können ist: Bogdan wird uns im Februar aus seinem aktuellen literarischen Projekt NEBELTÄLER, Illusionen vorlesen. Er lädt uns dazu ein, mit der Hauptperson nach ihrem Namen zu suchen. Dabei müssen wir aufpassen, uns nicht zu verlieren. Wir werden doppelseitiges Klebeband austeilen, damit wir uns alle an unseren Stühlen, an der Bar und vielleicht sogar aneinander festkleben können. Tür auf um 20:00, Getränke gegen Spende und während der Lesung bitte nicht rauchen, erst danach 😉

Minilab – 28.1.2026

Am Donnerstag, 28.1., ist wieder Selbermachen angesagt.

Wir bedrucken T-Shirts und machen Buttons.

Für die T-Shirts gibt es schon einige fertige Motive, aber ihr könnt auch ein eigenes Motiv mitbringen, idealerweise schon als Vektorgrafik-Datei (Format SVG).

Wir haben ein paar wenige unbedruckte T-Shirts am Start, aber idealerweise bringt ihr bitte selbst welche mit.

Streitklub – 21.1.2026

Der Streitklub im Januar: Social-Media-Verbot unter 16 Jahren?

Mit Verboten tun wir uns schwer. Sie schränken uns ein und sie sind auch eine Art von Bevormundung. Schließlich wissen wir doch selbst ganz genau, was und wie viel von etwas uns gut tut. Gleichzeitig empfinden wir ein immer stärkeres Gefühl von Einsamkeit und weisen verstärkt depressive Symptome auf. Insbesondere bei Jugendlichen und Kindern zeichnet sich immer klarer ab, dass Social Media dabei einen großen Einfluss hat.

Als erstes Land weltweit zieht Australien daraus nun Konsequenzen und hat ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Sollten wir zum Schutz unserer Jugend auch ein solches Verbot in Betracht ziehen? Die Vor- und Nachteile davon wollen wir mit euch beim nächsten Streitklub am 21. Januar diskutieren – und zwar wie gehabt im WOHL ODER ÜBEL StadtteilWohnzimmer ab 20 Uhr.

Getränke gibt es vor Ort gegen eine kleine Spende für das WOHL ODER ÜBEL, Snacks bringen wir mit.

LitLab #37: Egbert Scheunemann liest

Im neuen Jahr begrüßen wir einen Autor, der das Politische kennt, das Philosophische durchdrungen hat – und sich literarisch am liebsten dort aufhält, wo Erinnerung, Sprache und leise Irritation zusammentreffen.

Egbert Scheunemann wurde 1958 in Ostberlin geboren, wuchs am Bodensee auf und landete ab 1978 zum Studium der Politologie und Philosophie in Hamburg. Dr. phil., Dipl. Pol., freier Politikwissenschaftler, Philosoph und Lektor und, wie er selbst sagt, aus einer kleinen Liebelei am Rande: Autor von Kurzgeschichten.

Doch unterschätzen sollte man diese „Liebelei“ nicht.

Denn in seinem Text geht es um nichts Geringeres als um Berlinerisch, um die Frage, was eigentlich ein echter Berliner ist, und um die Suche nach einer Heimatstadt – ohne so genau zu wissen, was Heimat überhaupt sein soll.
Es geht um Beobachtungen und Begegnungen, um Rückkehr und Fremdheit, um eine Stadt, die es so nicht mehr gibt, deren Echo aber vielen aus der Boomer- und Gen-X-Generation noch in den Knochen sitzt.

Über all das diskutieren wir, wenn Egbert seine Geschichte:

„Der Busfahrer und die dicke Frau“

bei uns vorstellt.

Die Türen sind auf ab 20 Uhr, Beginn gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke gegen Spende.

Und bitte: Während der Lesung wird nicht geraucht!