Lesung und Diskussion: P.M. kommt – 2.2.2023

1983 schrieb der Schweizer Anarchist P.M. den Weltentwurf „bolo’bolo“. Es war ein Befreiungsschlag, weg von Grabenkämpfen im marxistischen Lager, raus aus der Versteinerung des Kalten Krieges. „bolo’bolo“ hatte Witz, stand mit beiden Beinen in der Anthropologie, war undogmatisch und antiautoritär, vor allem: Es klang so leichtfüßig. Ja, dachte man beim Lesen, warum eigentlich können wir die Welt nicht so einrichten?

P.M. ist das Pseudonym von Hans Widmer. Auf die Initialen kam er, weil es die beiden häufigsten Anfangsbuchstaben im Schweizer Telefonbuch sind. Typisch Hans. In den 40 Jahren seither hat er nicht geruht: einerseits Romane geschrieben, andererseits die Idee von bolo’bolo immer weiter gedacht, zuletzt in den Veröffentlichungen „Die andere Stadt“ und „Auf den Boden“ kommen.

Also durchstreifen wir mit ihm schnell die letzten vier Jahrzehnte, um dann von der wirklich nicht so berauschenden Gegenwart des Jahres 2023 mit dem vollen Schub des bolo’bolo-Spirits in die Zukunft zu fliegen. Und wer weiß, vielleicht kommen wir ja am Ende des Abends auf den Boden.

Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

20:00, Eintritt frei, Getränke gegen Spende.

Konzert: Last James – 9.12.2022

Adventskonzert von Last James –
irrwitziger Rockabilly aus St. Pauli!

Vor rund vier Jahren haben sie schon einmal den Salon gerockt. Nach langer Pandemiepause stehen sie am Freitag wieder auf unserer kleinen Bühne. Ganz großes Kino!

Tür auf um 20:00, los geht’s zwischen 20:30 und 21:00. Eintritt frei, Getränke gegen Spende.

LitLab #6: Anja Schwennsen liest


Wir freuen uns auf alle Freund:innen der Literatur, die bei der Entstehung neuer Werke dabei sein wollen. Seid versichert: Es sind sehr interessante Manuskripte und sehr interessante Diskussionen!

Tür auf ab 20:00, los geht’s ab ca. 20:30. Eintritt frei, Getränke gegen Spende.

Diskussionsabend: Kunst, Werbung, Patriarchat – 24.11.2022

Was soll die Frau auf der Kühlerhaube?

Kunst und Werbung haben eine lange Geschichte der Sexualisierung weiblicher Körper. Bis heute. Anlässlich der Ausstellung von Maaike Dirkx wollen wir am 24.11. im WOHL ODER ÜBEL Salon verschiedenen Fragen nachgehen: Wie kann Kunst patriarchale Verhältnisse thematisieren, ja angehen? Kann sie es überhaupt? Sollte sie den Spieß umdrehen und männliche Körper sexualisieren? Und wenn die patriarchale Sexualisierung von Körpern überwunden werden soll: Wie werden sie dann dargestellt? Wie sähe überhaupt eine emanzipatorische Darstellung von Körpern aus?

Wir werden die Diskussion mit zwei kurzen Inputs beginnen. Maaike Dirkx wird die drei Ebenen ihrer aktuellen Ausstellungen „Flakes Stores“ beginnen. Außerdem haben wir die Journalistin Katharina Preuth eingeladen. Sie arbeitet in der Hamburger Zentralredaktion der neuen Osnabrücker Zeitung. Ihr Schwerpunkt liegt auf gesellschaftlichen Themen aus den Bereichen Feminismus, Beziehungen und Kultur.

Tür auf um 20:00, Beginn ca. 20:30. Eintritt wie immer frei, Getränke gegen Spende.

Filmabend: „Sternstunde Null“ am 17.11.2022 plus Diskussion

Zwei Jahre sind seit dem „Walk of Shame“ vergangen, über ein Jahr seit dem 7-Punkte-Papier „Moin Hamburg, so geht Stadt“. Aber in St. Pauli und Altona hat sich nichts zum Besseren gewendet. Auch die Zukunft der Sternbrücke ist nach wie vor ungewiss, trotz der heftigen Kritik aus den umliegenden Stadtteilen und den guten Argumenten gegen die geplante neue Monsterbrücke.

„Sternstunde Null“ ist ein Dokumentarfilm über den Abriss- und Neubauplan für die Sternbrücke in Altona sowie die Auswirkungen auf den Stadtteil und die dort angesiedelte Kulturszene. Im Rahmen der Produktion wurden die Ereignisse und Entwicklungen seit der Veröffentlichung der Neubaupläne filmisch begleitet, sowie mehr als 20 Interviews geführt mit Vertretern aus Kultur, Wissenschaft, Politik und den Betroffenen vor Ort. Filmabend: „Sternstunde Null“ am 17.11.2022 plus Diskussion weiterlesen